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Was ist es...

...dass du erreichen willst.

Was ist es, dass dich antreibt? Was ist dein Ziel? Ich verstehe es nicht. 

Ich weiß, dass du unendlich leidest, ich weiß, dass du trauerst und der Schmerz dich zerreißt und innerlich zerfrist. Aber glaube mir, ich leide auch. An jedem Moment des Tages, in jeder Sekunde, immerzu denke ich an dich. Glaubst du, dass alles ist leicht für mich? Glaubst du, dass ich einfach einen Haken mache und fertig. Nichts dergleichen! Nicht im Geringsten. Und dennoch lasse ich es nicht raus und schlucke alles runter. Warum sollte ich auch? 

Die letzten Wochen und Monate waren eindeutig und es konnte so nicht weiter gehen. Es mag meine Entscheidung gewesen sein, aber wir beide haben unseren Teil dazu beigetragen, dass es soweit gekommen ist. Wir beide. 

Und doch scheinst du zu glauben, dir allein gebührt das Recht,  dein Leid nach außen tragen zu dürfen? Warum? 

Und jetzt sage bitte nicht, dass tust du nicht. Jedes "Sie" ist eine Provokation. Jedes Wort der letzten Mails. 

Weißt du, ich habe verstanden, dass du dich schlecht fühlst. Und wenn du mir das zeigen willst, dann mach das privat, aber nicht so! Nicht vor anderen. Nicht in Mails. 

Oder ist es dir mittlerweile so scheißegal, dass du alles verlieren willst. 

Ist das dein Ziel? Willst du mich so lange so behandeln, bis ich aufgebe und gehe? 

Und jetzt denke nicht, dass werde ich doch sowieso! Das ist NICHT so! Ich will das retten, was noch da ist. Das, was für dich so bedeutungslos erscheint und nicht erstrebenswert. Für mich ist das nicht wertlos. Ganz im Gegenteil. 

Aber ich werde sicherlich nicht einfach ertragen und so tun, als wäre nichts. Mir schnürrt es schon die Kehle zu, wenn ich an Montag denke und daran, dass alles wieder in Streit und Schreierein eskaliert. Das halte ich nicht aus!

Es ist, wie ich dir immer gesagt habe, mit dir oder gar nicht! Der Rest interessiert mich nicht!

Bitte überlege dir, was Du willst. Es auf diese Weise zu probieren oder dass ich gehe. Das mag sich jetzt dramatisch anhören, aber ich sehe keine andere Wahl mehr. Entweder wir bekommen das in einer vernünftigen Art und Weise hin. 

Aber bitte tue mir den Gefallen und enscheide dich schnell, bevor es zu einem Desaster kommt. 

Die letzte Entscheidung musste ich treffen, auch wenn ich nicht wollte und es unfassbar schmerzhaft und grausam für mich war, sodass ich es so lange herausgezögert habe, bis es nicht mehr ging. Bitte mach das nicht so. 

Jetzt liegt es an dir. 

 

Und P.S. falls du dich fragst, ob irgendwas gewesen ist in der letzten Woche! Nein, nicht im Ansatz, gar nichts! Und es gibt einen einfachen Grund dafür. Es gibt niemand anderes. Und ich will nichts anderes. Ich will einfach nur noch allein sein. 

6.4.18 22:30


Sehnsucht

Mit der Sehnsucht ist es schon etwas verrücktes. So brennt sie manchmal lichterloh und quält uns in unseren Gedanken. Lässt uns hoffen, lässt uns bangen, dass das, was wir so sehr begehren, endlich in Erfüllung geht.

Wir harren aus, ungeduldig und zurückgezogen in unsere Gedankenwelt, in der sich alles so ergibt, wie wir es hoffen. Wir stürzen uns in Träumereien, um der Realität zu entfliehen. Und doch, immer wieder, hartnäckig und beständig holt sie uns ein. In diesen Momenten entsteht ein Gefühl der Verzweiflung. Die unbarmherzige Gewissheit, nicht das zu haben, was wir uns so sehnlichst wünschen. In diesen Momenten packt uns die Sehnsucht am stärksten und droht uns zu zerreißen, da uns alles so belanglos vorkommt im Angesicht dessen, was wir nicht haben. Trauer, Wut und Resignation machen sich breit und erfüllen unseren Körper. Ein schrecklicher Moment.

Und doch kann die Sehnsucht auch genau das Gegenteil erzeugen. Zwar quälen uns auch hier das unbändige Verlangen und der Wunsch nach dem, was wir begehren. Doch lässt uns die Sehnsucht nicht verzweifeln, da wir ihr ein anderes Gefühl entgegen stellen.

Es ist das Gefühl des Glaubens, daran, dass das, was wir so sehnsüchtig erwarten, sich schon längst eingestellt hat. Erst dadurch, dass wir etwas Unglaubliches erleben durften, entsteht der Wunsch nach mehr. Erst dadurch, dass etwas passierte, mit dem wir niemals rechnen konnten und uns überwältigt hat mit Glück, erst dadurch konnte dieses Verlangen entstehen. Und so hat der Glaube daran, dass wir bereits an diesem Einzigartigen teilhaben konnten, etwas erfüllend Beruhigendes. Niemand mehr auf dieser Welt, kann uns nehmen, was wir erlebten. Niemand kann uns unsere Träume und Erinnerungen stehlen. Sie liegen tief in uns.

Und es ist das Gefühl des Vertrauens, was die Sehnsucht in etwas Wunderbares verwandelt. Das vertrauen darauf, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir unsere Sehnsucht stillen und unser Verlangen befriedigen können.

Und so ist es doch etwas Verrücktes mit der Sehnsucht, die uns mal quält und genauso  erfreuen kann. Es kommt nur darauf an, mit welchen Gefühlen wir sie betrachten.

17.9.17 16:30


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