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Sehnsucht

Mit der Sehnsucht ist es schon etwas verrücktes. So brennt sie manchmal lichterloh und quält uns in unseren Gedanken. Lässt uns hoffen, lässt uns bangen, dass das, was wir so sehr begehren, endlich in Erfüllung geht.

Wir harren aus, ungeduldig und zurückgezogen in unsere Gedankenwelt, in der sich alles so ergibt, wie wir es hoffen. Wir stürzen uns in Träumereien, um der Realität zu entfliehen. Und doch, immer wieder, hartnäckig und beständig holt sie uns ein. In diesen Momenten entsteht ein Gefühl der Verzweiflung. Die unbarmherzige Gewissheit, nicht das zu haben, was wir uns so sehnlichst wünschen. In diesen Momenten packt uns die Sehnsucht am stärksten und droht uns zu zerreißen, da uns alles so belanglos vorkommt im Angesicht dessen, was wir nicht haben. Trauer, Wut und Resignation machen sich breit und erfüllen unseren Körper. Ein schrecklicher Moment.

Und doch kann die Sehnsucht auch genau das Gegenteil erzeugen. Zwar quälen uns auch hier das unbändige Verlangen und der Wunsch nach dem, was wir begehren. Doch lässt uns die Sehnsucht nicht verzweifeln, da wir ihr ein anderes Gefühl entgegen stellen.

Es ist das Gefühl des Glaubens, daran, dass das, was wir so sehnsüchtig erwarten, sich schon längst eingestellt hat. Erst dadurch, dass wir etwas Unglaubliches erleben durften, entsteht der Wunsch nach mehr. Erst dadurch, dass etwas passierte, mit dem wir niemals rechnen konnten und uns überwältigt hat mit Glück, erst dadurch konnte dieses Verlangen entstehen. Und so hat der Glaube daran, dass wir bereits an diesem Einzigartigen teilhaben konnten, etwas erfüllend Beruhigendes. Niemand mehr auf dieser Welt, kann uns nehmen, was wir erlebten. Niemand kann uns unsere Träume und Erinnerungen stehlen. Sie liegen tief in uns.

Und es ist das Gefühl des Vertrauens, was die Sehnsucht in etwas Wunderbares verwandelt. Das vertrauen darauf, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir unsere Sehnsucht stillen und unser Verlangen befriedigen können.

Und so ist es doch etwas Verrücktes mit der Sehnsucht, die uns mal quält und genauso  erfreuen kann. Es kommt nur darauf an, mit welchen Gefühlen wir sie betrachten.

17.9.17 16:30


Was bleibt ist Schmerz...

Zwei Himmelskörper, die brennen vor Leidenschaft. Ziehen sich an, stoßen sich ab. Gewaltige Explosionen. Unbeschreibliche Momente, so faszinierend und wundervoll, sodass sie ewig überdauern werden. Und doch, je weiter sie sich entfernen, so stärker zieht sie ihre Anziehungskraft zurück und lässt sie wieder und wieder aneinander stoßen. Sie brauchen sich, können nicht ohne einander. Gleich wie der kalte Mond die Sonne braucht. Denn fehlt die Sonne, ist alles was bleibt Kälte und Schmerz.
12.3.17 18:50


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