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Was bleibt ist Schmerz...

Zwei Himmelskörper, die brennen vor Leidenschaft. Ziehen sich an, stoßen sich ab. Gewaltige Explosionen. Unbeschreibliche Momente, so faszinierend und wundervoll, sodass sie ewig überdauern werden. Und doch, je weiter sie sich entfernen, so stärker zieht sie ihre Anziehungskraft zurück und lässt sie wieder und wieder aneinander stoßen. Sie brauchen sich, können nicht ohne einander. Gleich wie der kalte Mond die Sonne braucht. Denn fehlt die Sonne, ist alles was bleibt Kälte und Schmerz.
12.3.17 18:50


Du fragst dich...

...was gestern passiert ist und wie so ein Wahnsinn passieren konnte....und ich frage mich das selbe.....zumindest habe ich das und denke, eine Antwort gefunden zu haben....

Allerings werde ich den Eintrag im Anschluss wieder löschen, weil ich nicht möchte, dass dieser Eintrag, dieses Erlebnis hier stehen bleibt und das wundervollste zerstörrt, was ich bislang erleben durfte....

Als ich gestern nach Hause gefahren bin, war ich wie in Trance, war verstört, war sauer, war traurig, war verzweifelt und fühlte eine erdrückende Schwere in meiner Brust....wollte schreien, wollte einen Ausweg und fand ihn nicht.....meine Gedanken rasten und ich konnte nicht mehr, wollte das alles beenden, sah keinen Sinn mehr.......nur eine kleine Bewegung, ein leichtes Zucken zur Seite hätte endgültig die Schmerzen beseitig und Ruhe und Frieden gebracht.....

Entsetzt von diesem Gedanken hielt ich an. Hielt inne und starrte ins Leere....wie feige wäre es gewesen, diesen Ausweg zu nehmen....all mein Stolz stemmte sich gegen diesen Gedanken und ließ mich zögern....wie konnte es nur soweit kommen....wie konnte aus soetwas wundervollem soviel Tragik entstehen.....

Doch was bleibt übrig? Was ist der Sinn, der noch bleibt?

All mein Streben, mein Handeln, meine Kraft steckt in einem Wunsch, einer Idee, einer Vision, der ich alles unter geordnet habe....Jahre sind investiert, all die Zeit und ich tat es mit Überzeugung. Es ist kein Zweifel in mir, dass es falsch gewesen wäre, ich habe mich dazu selbst entschieden, es war mein eigener Wunsch. Und es war richtig. Aber es bedeutet gleichmaßen, dass es wenig Platz für anderes gibt. Wenig Zeit, um Kraft zu tanken, um die Gedanken von dem einen Ziel zu lösen.

Und da bist du. Du schenkst mir Freude, Glück und Zuversicht. Diese unglaublichen Momente, dieses allumfassende Gefühl des Kribbelns und der Leidenschaft, dass mir das Gefühl gibt, dass es mehr gibt als nur diesen einen Gedanken. Wie hätte ich ohne dich dies alles schaffen können. Wie anders hätte ich trotz all diese Rückschläge die Hoffnung nicht verlieren können. Du schenkst mir die Gewissheit, dass das Leben mehr zu bieten hat, als bloß ein Streben nach mehr. Du bist mein Anker.

Wie sehr habe ich mich in diesen Wochen nach diesen Momenten gesehnt. Wie sehr habe ich die Momente genossen und mich treiben lassen, von den unbändigen Gefühlen. Mein Herz es schlägt nur für dich. 

Und den ganzen letzten Abend sehnte ich mich nach dem Ende, nach dem Moment, wo wir endlich allein und zweisam wieder einen magischen Augenblick erleben und uns dem Glück ergeben konnten. 

Wie groß, war meine Verzweiflung, als ich merkte, dass es wieder etwas gab, dass dem Moment vielleicht entgegen steht und mir diesen Funken auch noch nehmen würde. So zog ich mich zurück, setzte mich abseits in der Hoffnung alles würde gut werden und wir würden dennoch einen magischen Abend erleben. 

Und endlich war es soweit, endlich konnten wir weg und es passierte das, wonach ich mich so sehnte. Und es war unglaublich genauso wie in meinen Gedanken, in meinen Hoffnungen. So extatisch, so unglaublich so unbeschreiblich schön.....

...und so erschrecken hart, als ich merkte, dass mich meine Kraft in diesem Moment verließ. So unanagenehm entmannend, dass ich nicht mehr konnte. Frustration, Zweifel und Wut auf meinen Körper machten sich breit und die Scham erfüllte meinen gesamten Körper....wie konnte ich nur gerade in diesem Moment scheitern. Es sind so wenige Momente, auf die ich warten muss und so wenig Zeit in den Momenten selbst und gerade da darf soetwas nicht passieren. Mein Verstand, mein Herz, mein Verlangen, alles war da, aber mein Körper gab auf.....

Und dann passierte es. In diesem Moment begann die Diskussion. In diesem Moment, wo die Wut auf mich selbst meinen Körper lämte und ich dich nur noch festhalten, streicheln und an mich pressen wollte, um den Moment zumindest ein bißchen weiter zu genießen, in diesem Moment wurde all das wieder mal überschattet von Dunkelheit, quälenden Fragen und unbefriedigenden Antworten....und so begann meine Verzweiflung....

...und wenn selbst diese Momente, diese kleinen Sonnenstrahlen auch noch verschwinden, was bleibt dann noch? Was bleibt mir, wenn mir dieses genommen wird?

Und als ich dann am Straßenrand stand und ins Leere schaute, erfüllte mein Herz ein unerträglich Schmerz. Und mir wurde bewusst, was ich dir antue und angetan habe....

Es ist nicht fair, mein Glück nur auf diese Momente zu verlagern und die Verantwortung einzig diesen Momenten zu schenken. Und es tut mir Leid, dass ich dich in diese Struktur hineingezogen habe. Denn es kann gar nicht möglich sein, dass diese Momente immer nur perfekt laufen und mir das schenken, was ich brauche. Es kann nicht sein, dass ich meine Kraft einzig aus diesen kleinen Augenblicken ziehe und darauf warten, dass es wieder soweit ist. Denn es erfüllt diese Momente mit einem unglaublichen Druck und einer unmenschlichen Erwartungshaltung. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. 

Anders herum kann ich aber auch nicht immer darauf achten, dass ich nichts mache, was diese Momente gefährden könnte. Ich kann nicht immer darauf aufpassen, nichts zu tun, was diesem besonderen Glück gefährlich werden könnte. Denn es sind nur kleine Augenblicke, manchmal ein unbedachtes Wort, was dazu führt, dass das später eine Katastrophe ausgelöst wird. Denn so laufe ich durchs Leben und versuche nichts falsch zu machen und bin wie gelähmt.  

Und dennoch kann ich auch dich verstehen. Kann verstehen, was dich quält und Sorgen bereitet. Denn auch du möchtest diese Momente nicht verlieren und möchtest all das einfach nur genießen und siehst es in Gefahr, wenn du etwas mitbekommst, was aus deiner Sicht nicht passt. Aber ich kann dir versichern, es war nie etwas, es ist nichts und es wird auch nie etwas sein!

Und so bin ich zerrissen und verzweifelt gewesen gestern abend und stand am Ende vor einem Haufen Scherben. Und dort stehe ich noch heute. 

Und schon wieder bist es du, die mich aus diesem Tal herauszieht und Kraft schenkst. Denn trotz all dem, was gestern war, bist du das wundervollste, was es für mich gibt. Du bist einzigartig, unglaublich und atemberaubend. Du bist die. Du bist perfekt, so wie du bist!

Doch kann es nicht so weiter gehen. 

Gestern sind wir einer Katastrophe nur knapp entkommen und ich bete dafür und werde alles tun, damit es nicht soweit kommt, dass aus dem Wundervollsten, was ich bislang in meinem Leben erleben durfte, das Schlimmste wird, dass Leben und Welten zerrstört. 

Aber egal was kommen wird, bitte vergiss nie, ich werde dich immer lieben und in meinem Herzen tragen bis zum Ende meines Lebens. Denn du bist mein Herz.

 

3.12.16 13:53


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